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Augenpulver #35: Toxische Beziehungen

von Cornelia Hüsser • 07.07.2026

Toxische Beziehungen gibt es überall – ganz bestimmt im «Tokyo Girls Club» der einsamen Frauen. Vermutlich auch in den intergenerationalen Verstrickungen von «Lázár». Ziemlich sicher im Feenland von Sarah J. Maas, und mit Sicherheit in der dystopischen, misogynen Welt von «Homo Femininus». Let’s dive in.

Asako Yuzuki: Tokyo Girls Club ★★★☆☆

Eriko hat einen guten Job in einer grossen Handelsfirma und führt ein makelloses Leben – scheinbar. Denn unter der Oberfläche ist sie zutiefst einsam. Morgen für Morgen vertieft sie sich in einen Blog, das «Tagebuch einer nutzlosen Ehefrau» und ist fasziniert von der Autorin, die ziellos in den Tag hineinlebt. Als die beiden sich kennenlernen, spürt Eriko sofort eine Verbindung – die allerdings schnell eine toxische Wendung nimmt.

«Tokyo Girls Club» handelt von Rollenbildern, Schönheitsidealen, Besessenheit und zunehmender Vereinsamung in der Gesellschaft; dies allerdings ziemlich plakativ. Das Thema Frauenfreundschaften (unmöglich zu erzeugen, wegen Lästern und so) wird gebetsmühlenartig wiederholt. Das Ganze wirkt ziemlich stereotyp und ein wenig repetitiv; das weirde «Bu…