von Zoe Bischoff • 18.03.2026
Verlag: Gans Verlag
95 Seiten • Hardcover
Erscheinungstermin: 20.01.2026
ISBN: 978-3-946392-77-4
Nathalie Schmid lässt in ihrem Buch die Gedanken fliegen, fängt flüchtige Momente wieder ein, schafft starke Bilder von Landschaften und unserer zerbrechlichen Welt.
In 75 einzelnen Texten beobachtet Nathalie Schmid die Welt sehr genau; Wie war sie, wie ist sie, und wie wird sie vielleicht einmal sein? Was ist das, was am Ende bleibt? Dabei geht es um das persönliche Glück, aber auch um gesellschaftliche Krisen und die Ambivalenz der Natur. Jedes einzelne Gedicht ist eine Momentaufnahme und sehr genau beschrieben, sodass man als lesende Person direkt ein Bild vor Augen hat.
Doch obwohl die Szenen genau gezeichnet werden, lassen sie dennoch viel Raum für Interpretation. Die Gedichte folgen keiner klaren und starren Struktur, eher im Gegenteil: Alle Wörter sind klein geschrieben, es gibt keine Interpunktion. Die Zeilen brechen oft mitten im Satz. Dies macht es schwerer zu erkennen, wo ein Gedanke aufhört und ein neuer anfängt.
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Dadurch lässt sich die Bedeutung des Inhalts oft nicht gleich erschliessen. Gleichzeitig gibt aber gerade diese Form auch einen gewissen Rhythmus. Ausserdem werden die Gedichte immer wieder mit Zitaten aus anderen Texten und Liedern ergänzt. Mal wird der/die Urheber:in genannt, mal wird die Fremdstimme einfach durch kursive Schrift gekennzeichnet.
«Atlantis lokalisieren» nimmt einen mit auf den Grund fast vergessener Erinnerungen, auf Gedankenreise an schöne Orte und zeigt, dass diese nicht für immer sind.
Mehr Phosphor: Im Roman «Lass es gut sein» untersucht Nathalie Schmid das Muttersein.