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Preview: BRUGGGORE Filmfestival 2026

von Michael Bohli • 14.04.2026

Noch mehr Blut, noch grössere Schrecken und Glitzer: Wir präsentieren unsere Horror-Tipps für die sechste Ausgabe des BRUGGGORE Filmfestival – und übernehmen keinerlei Haftung.

Alle Jahre wieder im Frühling, wenn die Tage sonnendurchflutet und die Wiesen blühend sind, versammelt sich in Brugg (AG) eine düstere Gemeinschaft: Fans der grusligen, blutigen und haarsträubenden Filme zelebrieren Horror, Fantasy and Beyond am BRUGGGORE Filmfestival.

Auch wir von Phosphor lassen uns gerne erschrecken und werden an der sechsten Ausgabe wieder vor Ort sein. Damit ihr nicht planlos in die Kinosäle stolpert (noch sind wir keine Zombies), hier unsere Tipps zum diesjährigen Festival – eine Auswahl aus insgesamt 70 Kurz- und Langfilmen.

Zum kompletten Festival-Programm.


 

Exit 8

Was: Ein junger Mann verirrt sich in den unterirdischen Gängen einer Metrostation – der Ausweg kann nur gefunden werden, wenn Spielregeln befolgt und Anomalien überwunden werden. Mehr Stress als während der Rush Hour ist garantiert.

Warum: Die Indie-Game-Verfilmung von Genki Kawamura aus Japan ist eine clevere Mischung aus Innovationen, Underground-Thema mit Hochglanzbildern und dem Schüren von Verfolgungs- und Platzängsten. Zum Glück gibt es in Brugg nur S- und keine U-Bahnen.

Wann: 21.4.26 14:00, Salzhaus • 25.4.26 14:00, Odeon

Foreigner

Was: Der Umzug vom Iran nach Kanada bietet nicht nur neue Möglichkeiten, sondern viele Unsicherheiten und den Zwang nach Integration. Yasamin versucht sich optisch dem herrschenden Schönheitsideal anzugleichen – was ungeahnte Kräfte weckt.

Warum: Debütantin Ava Maria Safai nutzt das Horror-Genre, um wahre Schrecken und Unterdrückungen sichtbar zu machen. Das ist gern gesehen und zeigt, dass Filme mit Herzrasen auch abseits von sinnlosem Geschnetzel funktionieren.

Wann: 22.4.26 11:00, Odeon • 24.4.26 22:30, Salzhaus

The Greasy Strangler

Was: Bullshit Artist! Was passiert, wenn Vater und Sohn nach einem gemeinsamen Discobesuch dieselbe Frau begehren? Ein schleimiger, fettiger Trip durch die Vorlieben und Kinks. Direkt aus dem Leben gegriffen und mit mehr Bratfett als jemals zuvor.

Warum: Einen solch durchgeknallten, schmierigen und trotzdem faszinierenden Film wie dieses US-amerikanische Vergnügen von Jim Hosking sieht man selten. Eventuell sollte das Essen während der Sichtung unterlassen werden. Bullshit Artist!

Wann: 24.4.26 20:00, Salzhaus

Häxan

Was: Der legendäre schwedische Stummfilm aus dem Jahre 1922 ist eine Mischung aus Dokumentation, Essay und Horrorfilm zum Thema der Hexen. Was heute vielleicht zahm erscheint, war damals brisant und angsteinflössend.

Warum: Am Festival wird der Klassiker von der Musikerin und Produzentin Anna Murphy einmalig live vertont. Der Film kann nicht nur wiederentdeckt, sondern akustisch komplett neu und modern erlebt werden.

Wann: Freitag, 24.4.26 20:00, Odeon

Life For Beginners

Was: Als Vampirin für Nahrung an Menschen zu knabbern, das mag Monia nicht. Viel lieber entwendet sie den Bewohner:innen im Pflegeheim Blut. Das läuft ganz gut, bis ein Angehöriger ihren Handlungen auf die Schliche kommt.

Warum: Wir mögen Coming of Age-Geschichten und Vampirmärchen; die polnische Produktion von Paweł Podolski bietet beides. Der Film verspricht eine kleine, herzliche Pause von all den blutrünstigen Abenteuern am Festival zu werden.

Wann: 23.4.26 11:00, Odeon • 25.4.26 17:00, Odeon

Mother Of Flies

Was: Krebs ist ein Arschloch! Nach der negativen Diagnose will Mickey nicht dahinscheiden, sondern versucht mithilfe einer Hexe die Krankheit zu besiegen. Dass bei der Verwendung von dunkler Magie nicht alles glatt läuft, sollte klar sein.

Warum: Die sehr sympathische Familie Adams ist zurück am Festival und hat nach «Hellbender» (2021) erneut eine DIY-Produktion im Gepäck, die vor Leidenschaft und Kreativität nur so strotzt. Die thematische Ausrichtung verspricht viel Gutes.

Wann: 21.4.26 20:00, Odeon • 24.4.26 22:30, Odeon

Queens Of The Dead

Was: Immer diese Zombieausbrüche! Dieses Mal legen die Untoten das Leben in der Drag- und Clubszene lahm. Das wird von den betroffenen Personen logischerweise nicht hingenommen; it’s gory glamour time!

Warum: Mehr Queerness am Filmfestival bitte! Mit dem Debütwerk von Tina Romero gibt es auf der Leinwand bunte Farben, Glitzer und umwerfende Drag-Stylings zu erleben. Und ja, die Regisseurin ist die Tochter von George A. Romero.

Wann: 23.4.26 14:00, Excelsior

Sondertipp: Filmkids

Was: In den Kursen und Lagern der Zürcher Filmschule Filmkids sind zahlreiche Kurzfilme entstanden, produziert von jungen Filminteressierten. In Kooperation mit dem Festival wurde ein juriertes Programm mit den gruseligsten Werken zusammengestellt.

Warum: Vor was gruseln sich Kinder und Jugendliche? Die Sammlung an Kurzfilmen wird es uns zeigen und neue Perspektiven auf das Leben und die Schrecken ermöglichen. Die Talente von morgen bereits heute auf der Leinwand.

Wann: 25.4.26 11:00, Odeon


Mehr Phosphor: Die gesammelten Schrecken des BRUGGGORE Filmfestivals 2025.

BRUGGGORE Filmfestival 2026

Ort:
Diverse Lokale, Brugg

Datum:
21. bis 25.04.2026

Website:
brugggore.ch

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