Fjälla: Abbastanza

von Michael Bohli • 23.02.2024

Genre: Alternative
Erscheinungstermin: 23.02.2024
Label: Lauter
Website: fjaella.ch

Gegen Tabus und Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft: «Abbastanza» ist eine EP zur Gegenwehr, mitreissend vielseitig von Fjälla aus Zürich gespielt.

Vier Lieder reichen Fjälla aus, um uns mit einer Mehrsprachigkeit zu beeindrucken, welche die heutige Schweiz gut darstellt. Die Gruppe aus Zürich will nicht bloss mit Liedern beglücken, sondern laut auf Missstände hinweisen und Umdenken anstossen. «Abbastanza» heisst die EP.

Eine klare Positionierung gegen Unterdrückung und falsche Urteile ist entstanden, von der Band irgendwo zwischen Alternative, Indie und DIY-Pop positioniert. Tabus darf es keine geben, dafür setzen sich die Musiker:innen mit ihren Zeilen und Takten ein, klanglicher Aktivismus mit italienischen, französischen, deutschen und englischen Wörtern.




Es geht gar nicht anders, als bei Fjälla hinzuhören und die Energie in sich aufzunehmen. «Raga» setzt sich für klare Grenzen im alltäglichen Verhalten ein, der Sound ist roh und die Gitarren direkt. Schleppend und mit Wave-Vibes besprenkelt folgt «Afraid/Pain», im Refrain der bebende Ausbruch. «Schala» gibt sich betörend, ein Ausweg aus dem Tief zeigt sich in den Takten.

Mit dem düster-voluminösen «Mess» wird die EP abgeschlossen, die Synthiespuren füllen den Raum. «Abbastanza» allein reicht nicht aus, um die Welt besser zu machen. Fjälla liefern allerdings vier sehr gute Argumente für persönlichen Schutz und Gegenwehr – und spenden damit Kraft.